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Der neue "Was hört ihr gerade"-Thread

Crackerman
SARAH BORGES - Together alone

Mitgenommen nach einer tollen Show als Support für Warner E Hodges. Sehr charismatische und sympathische Entertainerin. Born to front a Rock'n Roll Band :bigsmile:.
Die Musik pendelt zwischen Rock und Americana-Country.
KurdtKillsBoddah
und dann frag ich mich natürlich, was - mist, jetzt hab ich den namen tatsächlich vergessen - der sänger von shun halt* jetzt so macht und wie's ihm geht. und ob shun noch existiert.

*edit: achja - martin (will vinyl), aber auf seinen realnamen komme ich nicht - ich meine mich zu erinnern, dass er nicht wirklich martin hieß. bin mir aber nicht sicher.etienoir, 03.11.2025 19:00


Soweit ich weiß, arbeitet Martin seit einigen Jahren bei This Charming Records.
Shun scheinen aber seit 2022 sehr inaktiv zu sein.
KurdtKillsBoddah


Alter Bridge - Fortress
HIRNTOT

Frehley's Comet - Frehley's CometKurdtKillsBoddah, 03.11.2025 08:25

Hab mich hier neulich von dir inspirieren lassen, kannte bisher nämlich nur das erste Soloalbum. Muss sagen, die "Comet" und die "Trouble Walkin'" fand ich beide recht mau. Bezeichnenderweise stechen zwei Coverversionen für mich heraus: "Calling To You", das mir unbekannt war, und "Hide Your Heart", das ich von Robin Beck kenne, das ist natürlich ein Hit. Ich dachte schon, die ganze Solodisko von Frehley taugt nix, aber die "Space Invader" fand ich dann wieder cool, also bleib ich noch dran.

Ich würde meine Hand jetzt nicht ins Feuer legen, aber ich denke, die sollte dir auch zusagen. Und nunja, du hast kaum mehr zu verlieren als eine Stunde Lebenszeit :wink:. Mach ruhig mal.....Crackerman, 06.11.2025 23:56


War jetzt überhaupt nicht wie erwartet, ziemlich ausufernd und langsam. Muss ich aber noch mal hören.

Ich hab derweil eine weitere saucoole Garagenband aus den 80ern entdeckt, die ich immer nur vom Namen kannte: The Cynics. Genau mein Sound:

So klingt heute einfach niemand, sag ich mal.

Die ersten beiden Alben der Strokes hab ich witzigerweise auch neulich gehört, lang war es her. Muss sagen, das Debüt ist gut gealtert, hab es mit Freude gehört. Einzig "Last Night", also mein damaliger Favorit, ist wirklich zu durchgenudelt. Die "Rooms On Fire" kommt auch gut, die hab ich damals aber auch nicht sooo oft gehört wie das Debüt. Das dritte Album mochte ich mit Abstrichen auch noch ganz gerne, danach hatte es sich ausgestrokest, zumindest für mich.

Zuletzt geändert von HIRNTOT

eigenwert
Ich würde meine Hand jetzt nicht ins Feuer legen, aber ich denke, die sollte dir auch zusagen. Und nunja, du hast kaum mehr zu verlieren als eine Stunde Lebenszeit :wink:. Mach ruhig mal.....Crackerman, 06.11.2025 23:56


War jetzt überhaupt nicht wie erwartet, ziemlich ausufernd und langsam. Muss ich aber noch mal hören.HIRNTOT, 07.11.2025 16:07

Ich hab mir bisher die früheren MOPS-Sachen angehört´, also die , von denen ich keine Platten habe.
Spätestens ab der Timothy sind sie dann weicher gespült worden, ab Black Hole/Black Canvas verzeichne ich wieder einen Aufwärtstrend.
Little Lucid Moments hab ich auch noch nicht ganz verdaut, die muss nochmal.
Die anschließende Phase steht für mich noch aus, da werden sie doch glaub ich ziemlich proggig.
Na, mal schauen, wann genau das dann einsetzt. Ich werd dranbleiben.

Und stimmt, die Cynics haben wirklich einen eigenen Sound. Ob das jetzt soo einzigartig ist, kann ich nicht sagen. Ich kenn mich in der Richtung eben nicht so aus, deswegen würd ich sagen: ja, so noch nie gehört.
HIRNTOT
Und stimmt, die Cynics haben wirklich einen eigenen Sound. Ob das jetzt soo einzigartig ist, kann ich nicht sagen. Ich kenn mich in der Richtung eben nicht so aus, deswegen würd ich sagen: ja, so noch nie gehört.eigenwert, 07.11.2025 17:02

Das wollt ich jetzt SO nicht sagen, die klingen schon ähnlich wie diverse andere Garagenbands aus der Zeit wie Fuzztones, Chesterfield Kings, Miners Of Muzo etc. Aber heute klingt halt niemand so. Oder maximal diese alten Bands, sofern sie noch aktiv sind und ab und zu was rausbringen. :bigsmile:
Donnerjakob
damals als man dachte, Gitarren wären mausetotDonnerjakob, 06.11.2025 20:24

sorry, aber dieser unsinn wurde fast genauso auch anfang der 90er bemüht (und wahrscheinlich auch zu früheren zeiten, als gewisse rockbands potenzial zu haben schienen, in den mainstream vorzudringen), und man fragte sich damals schon, in welcher welt ohne subkultur die verfasser sich denn aufhielten.

und damit auch die gegenmeinung zur strokes-lobhudelei präsentiert bleibt: jedesmal, wenn vermeintliche indie- oder alternative-rockbands in den mainstream gehievt wurden, machte ich mir sorgen, dass damit die subkultur ihre unschuld verliert. zum glück ist das nie wirklich eingetreten, denn der underground floss immer dessen ungeachtet weiter.

konkreter - und ich weiß, dass ich dieser diskussion schon vor paar monaten ausgewichen bin, und mich ihr eigentlich auch nicht stellen will, da sie von der gegenseite die unmögliche perspektive der erlebniswelt meiner generation voraussetzt: die strokes und franz ferdinand und wie sie noch alle hießen trafen nicht nur weit neben meinen geschmack, sie haben auch zum wiederholten mal eine jahrelange welle losgetreten, während der man keiner rezension zu vermeintlichem indie mehr trauen konnte - es war einfach meist etwas ganz anderes drin, als man als jahrzehntelanger liebhaber erwartet hatte. so wie in den 90ern alternative zu mainstream wurde, wurde das gleiche in den 00ern mit indierock versucht. der musik an sich will ich nur aufgrund meines missfallens damit keinesfalls die berechtigung absprechen, aber underground, subkultur, indierock oder wie man es auch nennen will, waren diese bands in meinen augen zu keiner zeit.etienoir, 06.11.2025 21:37

Haben die genannten Bands denn vorgegeben, Underground zu sein? Egal was sie von sich gegeben haben, objektiv betrachtet sind Bands die große Venues füllen und im Radio rauf und runter gespielt werden nun mal kein Underground.rocknroli, 06.11.2025 21:57

Das zeigt ja schon, dass diese Ära irgendwas ausgelöst hat, egal von welcher Seite man draufschaut.

@etienoir: Du hast völlig recht, das Narrativ von den toten Gitarren war natürlich nicht neu - wahrscheinlich wurde es schon in den 50ern bemüht, als Buddy Holly seine Brille polierte. Ich meinte das auch eher aus meiner damaligen Perspektive, Anfang der 2000er, als in der Wahrnehmung meiner Generation Gitarrenmusik plötzlich wieder cool wurde, nachdem sie Ende der 90er eher was für Musiklehrer oder Stadionacts war.

@rocknroli & @Nathanael_x: Ich glaub, das ist genau der Punkt - Is This It war für viele (mich eingeschlossen) kein Underground-Manifest, sondern eher der Moment, als etwas längst Verdrängtes mit einem Knall zurückkam. Es war Popkultur, klar, aber eine mit diesem nervösen, verschrammten Puls.

Und ja, Room on Fire hat seine ganz eigene Magie, vielleicht, weil es diese Routine in Schönheit zeigt. Ich mag's, wenn eine Band sich wiederholt, aber dabei elegant stolpert.

Am Ende hat wohl jede Generation ihre eigene Art, den Untergrund zu verlieren und neu zu erfinden.
eigenwert
Und stimmt, die Cynics haben wirklich einen eigenen Sound. Ob das jetzt soo einzigartig ist, kann ich nicht sagen. Ich kenn mich in der Richtung eben nicht so aus, deswegen würd ich sagen: ja, so noch nie gehört.eigenwert, 07.11.2025 17:02

Das wollt ich jetzt SO nicht sagen, die klingen schon ähnlich wie diverse andere Garagenbands aus der Zeit wie Fuzztones, Chesterfield Kings, Miners Of Muzo etc. Aber heute klingt halt niemand so. Oder maximal diese alten Bands, sofern sie noch aktiv sind und ab und zu was rausbringen. :bigsmile:HIRNTOT, 07.11.2025 17:58

Ok, dann ist dieSache meinerseits geklärt.
Ich kenn mich in der Richtung halt nicht so aus, und mir kam es eben ziemlich anders vor.
Das war alles.
Donnerjakob
Ich habe die Beiträge trotzdem interessiert gelesen und genau der Satz über die mausetoten Gitarren ließ mich den Kopf schütteln. Ich weiß, daß solches auch heute noch ab und zu postuliert wird, gestimmt hat es zu keiner Zeit.Crackerman, 06.11.2025 23:10

Alles gut, Cracker - ich mag's, wenn jemand den Kopf schüttelt, da weiß ich wenigstens, dass ich nicht schlafend schreibe. ;) Ich bleib trotzdem dabei: Als Is This It rauskam, fühlte sich das in meinem Umfeld wie eine Art Gitarren-Reset an. Mag heute komisch klingen, aber so war's.
rocknroli
Ich habe die Beiträge trotzdem interessiert gelesen und genau der Satz über die mausetoten Gitarren ließ mich den Kopf schütteln. Ich weiß, daß solches auch heute noch ab und zu postuliert wird, gestimmt hat es zu keiner Zeit.Crackerman, 06.11.2025 23:10

Alles gut, Cracker - ich mag's, wenn jemand den Kopf schüttelt, da weiß ich wenigstens, dass ich nicht schlafend schreibe. ;) Ich bleib trotzdem dabei: Als Is This It rauskam, fühlte sich das in meinem Umfeld wie eine Art Gitarren-Reset an. Mag heute komisch klingen, aber so war's.Donnerjakob, 07.11.2025 19:07

Da stimme ich Dir vollumfänglich zu, womöglich weicht aber meine Geschichte von Deiner ab.
Als 77-Geborener war Techno in den 90ern das Maß der Dinge und sortierte meinen Freundes- und Bekanntenkreis neu: in diejenige, die verharrten (Gitarrenmusik) und die anderen, die sich dem Neuen hingaben. Die Anziehungskraft war - nicht nur für mich - zu groß, illegale Raves in Luftschutzbunkern, Abrisshäusern oder Baustellen bestimmten fortan die Wochenenden.
Als die Strokes 01 das Debüt rausbrachten, war Techno längst im Kommerz angekommen, der Techno-Underground seit vielen Jahren tot. Ich behaupte, dass die gesättigte Techno-Generation nicht unerheblich zum Erfolg der The-Gitarrenbands beigetragen hat. Das fühlte sich an wie ein zweiter Frühling.
Nathanael_x
Ich war 2005 19 und voll dabei.

So richtig wollen eure -eigentlich begründeten und rationalen- Argumente in mein Class of 2005 (und die paar Jahre davor und danach) Herz nicht durchdringen.Nathanael_x, 06.11.2025 22:26


Bei dem Kommentar habe ich wohl die Intention einiger User etwas falsch verstanden (durch die späteren Kommentare verstehe ich es auch etwas besser).

Das war jetzt keine allgemeine Kritik gegenüber denn 00er-Bands oder gar eine Abwertung sondern halt eher eine Beschreibung, dass es sich um keinen echten Underground handelte und es eine Zeit war in der diese Musik in den Mainstream gehievt wurde. Man kann dazu negativ stehen aber man merkt hier (auch regelmäßig), dass viele dieser Bands hier Freunde haben und auch jetzt liest man, dass diesem Hype positives attestiert wird.
Nathanael_x


Oh! Hiroshima - All Things Shining

Ich habe auch die Ärpelin dazu gebracht da reinzuhören und es hat ihr gefallen. Obwohl sie davor meinte "ach Postrock ist doch so 00er".

Der Opener Wild Iris ist auch wirklich gut:

Nathanael_x
Weiter geht es mit Oh Hiroshima:




Oh Hiroshima - Myriad
Donnerjakob
Ich habe die Beiträge trotzdem interessiert gelesen und genau der Satz über die mausetoten Gitarren ließ mich den Kopf schütteln. Ich weiß, daß solches auch heute noch ab und zu postuliert wird, gestimmt hat es zu keiner Zeit.Crackerman, 06.11.2025 23:10

Alles gut, Cracker - ich mag's, wenn jemand den Kopf schüttelt, da weiß ich wenigstens, dass ich nicht schlafend schreibe. ;) Ich bleib trotzdem dabei: Als Is This It rauskam, fühlte sich das in meinem Umfeld wie eine Art Gitarren-Reset an. Mag heute komisch klingen, aber so war's.Donnerjakob, 07.11.2025 19:07

Da stimme ich Dir vollumfänglich zu, womöglich weicht aber meine Geschichte von Deiner ab.
Als 77-Geborener war Techno in den 90ern das Maß der Dinge und sortierte meinen Freundes- und Bekanntenkreis neu: in diejenige, die verharrten (Gitarrenmusik) und die anderen, die sich dem Neuen hingaben. Die Anziehungskraft war - nicht nur für mich - zu groß, illegale Raves in Luftschutzbunkern, Abrisshäusern oder Baustellen bestimmten fortan die Wochenenden.
Als die Strokes 01 das Debüt rausbrachten, war Techno längst im Kommerz angekommen, der Techno-Underground seit vielen Jahren tot. Ich behaupte, dass die gesättigte Techno-Generation nicht unerheblich zum Erfolg der The-Gitarrenbands beigetragen hat. Das fühlte sich an wie ein zweiter Frühling.rocknroli, 07.11.2025 22:23

Das ergibt musikhistorisch ja auch komplett Sinn, und mit eigenwert bin ich schon auf ähnliche Erfahrungen im Forum gestoßen: Tanzmusik hatte die 90er-Jahre komplett dominiert. Man konnte eigentlich nur noch über Musik im Zusammenhang mit dem Beat sprechen. Es gab Techno, dann Electro, dann Drum & Bass, und sie waren so übermächtig, dass es kaum noch einen Außenraum gab. Ich erinnere mich, dass ich damals, auf dem Höhepunkt von Drum & Bass, dachte: Warum sollte man überhaupt andere Musik hören als Drum & Bass? Das ist doch die einzige Musik, die es gibt. Britpop lief zwar noch irgendwo, aber das war doch Müll. Und dann, gegen Ende der 90er, begann dieses ganze elektronische Hochgefühl langsam zu verblassen, die Clubs fühlten sich leerer an, die Zukunft weniger glänzend. Plötzlich tauchten Tortoise auf, mit dem, was Amerikaner, die keine Tanzmusik machten, "Instrumentalmusik" nannten - und man merkte: Aha, es gibt da draußen noch andere Räume, die genauso vibrieren können, nur anders. Und als dann die Strokes kamen, fühlte sich das für viele an wie das erste echte Lebenszeichen der Gitarre seit Jahren. Kein "Revival", sondern eher ein Nachhall - als hätte jemand auf einmal wieder Lust bekommen, das Licht im Proberaum anzuschalten.
etienoir
so viele "nein!" oder "ja aber" meinerseits zu dem themenkomplex - da muss ich wohl bald einen längeren text schreiben. hab aber jetzt grad überhaupt keine zeit, mal sehen ... am wochenende irgendwann.
eigenwert
Ich fühle mich grade auch stark bemüßigt, zu dem Thema etwas abzusenfen.
Aber mir geht's grad wie Eti - bei mir ist etwas die Luft draußen.
Bis die Tage aber dann, irgendwann...!
eigenwert
Na Hauptsache, es läuft hier mal wieder etwas Substantielles.
Ich verfolge das auf jeden Fall.
Nathanael_x
Danke Jakob für diesen Text. Ich habe selbst die 90er musikalisch nicht so stark miterlebt. Die erste CD die ich mir selbst gekauft habe war The Offsprings Americana (also doch Gitarre ;), heute finde ich dieses Album eher mittelmäßig). Das Techno damals ein sehr großes Ding war, habe ich aber auch als Kind mitbekommen.

Eine Frage zu den 90ern: war die erste Hälfte dieses Jahrzehnt nicht stark dominiert durch Nirvana, Pearl Jam usw. Hat das nicht auch in die zweite Hälfte nachgewirkt?

Habt ihr auch das Gefühl, dass damals sich die Musik schneller entwickelt hat, es gab mehr und öfters richtige Brüche, sowohl im Mainstream als was neue Subkulturen, die entstanden sind, angeht? Vielleicht werde ich einfach älter und bin in den heutigen Hypes der Jugend nicht so stark drin aber wann gab es das letzte mal so einen Hype rund um etwas neues wie Grunge, Techno und Britpop in den 90ern? Davor allein der Bruch in den 70ern von Led Zeppelin und Pink Floyd zu Punk. Auch scheinen nicht mehr so viele neue Subkulturen zu entstehen, oder?
rocknroli
Spannend, freu‘ mich auf die unterschiedlichen Standpunkte.

Hier läuft mit Marco Passarani ein italienischer Elektroproduzent der 90er mit einem Album aus 05. Was älteres gibt spotte nicht her und das Vinyl ist verkauft. Hab‘ das damals sehr häufig gehört, v.a. das Label Nature Rec.

MARCO PASSARANI - Sullen Look
eigenwert


1000MODS - Cheat Death.

Auch mal probieren.